Stephen Somary

Gründer, Künstlerischer Leiter und Chefdirigent von The Mendelssohn Project

Der in New York geborene Dirigent Stephen Somary, der seit 1993 in Deutschland tätig ist, hat neben internationalen Orchestern auch zahlreiche deutsche Orchester dirigiert und Aufnahmen mit diesen produziert – so unter anderem mit den Berliner Symphonikern, den Nürnberger Symphonikern und der Thüringer Philharmonie.

Als gefeierter Interpret des amerikanischen Repertoires enthält Stephen Somarys Discografie unter dem Claves-Records-Label eine Aufnahme mit den Nürnberger Symphonikern, die Ives "Sinfonie Nr. 2", Barbers "Knoxville: Summer of 1915" und die weltweit erstmalige Aufnahme von Cowells "Symphonic Set, Op. 17" umfasst. Le Monde de la Musique beschreibt diese Aufnahme: "Eine CD von überragender Bedeutung . . . Die Aufnahmen von Ives müssen den Vergleich mit den drei vorhandenen Versionen – beiden Versionen von Bernstein und einer von Tilson-Thomas – nicht scheuen." Somary peoduzierte weiterhin drei Aufnahmen des amerikanischen Komponisten David Chesky mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg-Berlin und der Slowakischen Philharmonie: "Hervorragende Darbietung und Aufnahme" (Gramophone), "Gut gespielt und hervorragend aufgenommen" ( Billboard ). Eine andere CD für Claves Records mit der Thüringen Philharmonie präsentiert Elgars "Symphony No. 1": " . . . ein begabter junger Amerikaner, Stephen Somary . . . bewegt sich durch das gesamte Werk in einer Weise, die ihn sowohl als geborenen Dirigenten wie als ernstzunehmenden und engagierten Musiker auszeichnet . . . Ich wäre nicht überrascht, wenn er sich in seiner weiteren Laufbahn als einer der meistbewunderten Dirigenten seiner Generation herausstellt." ( Musical Opinion , London).

In New York genoss Stephen Somary den Beifall der Kritiker, als er Aufführungen von Stravinskys "Symphonie der Psalmen" in der Kathedrale von St. John the Divine sowie die US- Premiere von Mendelssohns "Lobgesang" auf zeitgenössischen Instrumenten in der Kathedrale von St. Patrick dirigierte.

Die letzten Spielzeiten boten Maestro Somary Engagements in England, den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich, Russland und der Slowakei. Viele dieser Konzerte präsentierten unveröffentlichte Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy. Über seine anderen Aktivitäten hinaus widmet Stephen Somary seit vierzehn Jahren The Mendelssohn Project, dessen Gründer, musikalischer Direktor und Chefdirigent er ist, einen Großteil seiner Zeit. Diese Organisation hat die enorme Menge an unveröffentlichter Musik, Briefen und Kunstwerken von Mendelssohn mit dem Ziel erforscht, Hunderte unbekannter Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, durch CDs, Konzerte, Bücher, Filme, Theater und andere Medien, sowie durch die Einrichtung eines Mendelssohn-Zentrums in New York City und in Deutschland.

Stephen Somarys frühe Karrierephase wurde geprägt durch das Studium bei Henry Bloch, bei seinem Vater – dem bekannten Chordirigenten Johannes Somary, Eiji Oue an der Boston University, Norman Del Mar am Londoner Royal College of Music und bei Leonard Bernstein, bei dem er von 1984 bis 1990 musikalischer Assistent sowie Kompositionsassistent für Bernsteins "Arias and Barcarolles" und für die Überarbeitungen von "Songfest" war.

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